Im Februar ist es wieder soweit. Neonazis aus dem ganzen Bundesgebiet ziehen, unterstützt von FaschistInnen aus dem europäischen Ausland, durch Dresden, um anlässlich des Jahrestages der Bombardierung ihr geschichtsrevisionistisches und NS-verherrlichendes Weltbild auf die Straße zu tragen. 2009 kamen schon 7000 Neonazis nach Dresden, am 13.02.2010 ist mit dem größten Naziaufmarsch seit 1945 zu rechnen, da der 65. Jahrestag auf einen Samstag fällt. Um dies zu verhindern, mobilisieren antifaschistische Gruppen, Parteien und zivilgesellschaftliche Organisationen aus dem ganzen Bundesgebiet nach Dresden. Im letzten Jahr sind über 10.000 Menschen gegen die Nazis auf die Straße gegangen.
No Pasaran NRW
In NRW hat sich aus diesem Grund das Antifa-Bündnis „No-Pasaran-NRW“ gegründet. In den nächsten Wochen wird es in zahlreichen Städten in NRW Mobilisierungsveranstaltungen geben. Außerdem werden aus verschiedenen Städten Busse nach Dresden fahren, um möglichst vielen die Teilnahme an den Blockadeaktionen zu ermöglichen.
Infos & Tickets:
Unsere Infoveranstaltung in Münster findet am 4. Februar um 20 Uhr in der F24 (Frauenstr. 24) statt. Hier sind auch die Tickets für die Busfahrt zu erhalten. Da alle wichtigen Informationen zur Demo, Blockadekonzept, Busfahrt etc. hier zu erhalten sind, wird eine Teilnahme für alle, die mitfahren wollen, dringend empfohlen.
Außerdem fanden in Münster bereits Veranstaltungen mit der Dresdener Gruppe Venceremos und von DIE LINKE.SDS statt. Letztere laden am 28. Februar zu einem Aktionstraining in die Baracke. Tickets für einen Bus nach Dresden könnt ihr ebenfalls bei der Hochschulgruppe erwerben.
Kriminalisierungsversuche
Der sächsichen Landesregierung und der Polizei stören sich an den angekündigten antifaschistischen Protest - sicher vor allem daran, dass sich erstmals ein Bündnis in Dresden zusammengefunden hat, das von Antifa-Gruppen über Parteien wie die Linke oder den Jusos bis zu den Gewerkschaften reicht und angekündigt hat, den Naziaufmarsch blockieren zu wollen. Ein Plakat mit der Aufschrift “Gemeinsam blockieren” diente als Vorwand für Hausdurchsuchungen beim Antifa-Versand Red Stuff und der säschsischen Linkspartei. Doch die Kriminalisierung geht nach hinten los: Blockaden? Jetzt erst recht! Foto: Soli-Aktion in Köln
Weitere Infos unter:
No Pasaran NRW
No Pasaran Dresden
Dresden Nazifrei
Lesenswerter Artikel zu Dresden aus Zeitschrift DER RECHTE RAND
Am 30. August schaffte die NPD erstmals den Wiedereinzug in einen Landtag. Mit 5,4% erreichten die Neonazis in Sachsen zwar nicht ihr hohes Ergebnis (9,2%) von 2004, sie stellen aber weiterhin acht Abgeordnete. Schon im Juni konnte die NPD mit 73 Mandaten ihr Kommunalwahl-Ergebnis fast vervierfachen. Ergebnisse, von denen die Neonazis in NRW nur träumen können, und die deutlich machen: Stück für Stück verankert sich die extreme Rechte in der Mitte der Gesellschaft. Nicht nur in den Parlamenten, sondern auch auf der Straße und in den Köpfen. 


Dienstag, 27.10.2009 | 20.00 Uhr | Hüfferstift (FH) | großer Hörsaal | Hüfferstraße 27 | Münster




