Soli-Kundgebung // Sa., 27. Juni 2009 // 12.00-13.00 Uhr // Prinzipalmarkt
Seit über einer Woche erhebt sich ein Großteil der Bevölkerung des Irans gegen das repressive islamistische Regime. Täglich kommte es zu Demonstrationen und Straßenschlachten, bei denen Polizei- und Militärkräfte sowie die Milizen der Ahmadinejad-Anhänger Aufständische verhaften, töten oder schwer verletzten. Doch der Widerstand geht weiter. Der Aufstand entzündete sich zwar an der Wiederwahl Ahmadinejads zum Präsidenten - die Opposition wirft ihm Wahlbetrug vor - , doch längst geht es um mehr als das. Es besteht die Hoffnung, die Diktatur zu stürzen und das Land zu demokratisieren. Die Opposition, die heute auf den Straßen kämpft, ist vielfältig. Weder stehen sie geschlossen hinter dem so genannten Reformer Mussawi und auf gar keinen Fall sind sie Anhänger des alten Schah-Regimes.
In Münster demonstrieren oppositionelle Exil-IranerInnen und solidarische Menschen gegen das Regime, das von Deutschland, wie von kaum einem anderen westlichen Land, wirtschaftlich unterstützt wird. Am letzten Samstag demonstrierten 250 Menschen in Münster, am 27.Juni soll es neben der Kundgebung auch eine Mahnwache mit Infotisch geben. (10.00-16.00 Uhr) Solidarisiert euch!
Passend zum Bildungsstreik haben wir eine aktuelle Ausgabe unserer kleinen Flugschrift “Antifa-Print” veröffentlicht, die ihr hier downloaden könnt. Die Bildungsstreik-Aktionen in Münster wurden von viel mehr Menschen getragen als erwartet. Vor allem Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an der Großdemo am Mittwoch, auf der insgesamt fast 15.000 Teilnehmende gezählt wurden. Ein Teil der Demonstrierenden blockierte mehrere Stunden lang die Kreuzung am Amtsgericht und zog zu einer weiteren Protestaktion zum Sitz der Bezirksregierung. Der Alternative Bildungstag am Dienstag in der Baracke, den wir zusammen mit anderen linken Gruppen wie der FAU organisierten, wurde ebenfalls gut besucht. Insgesamt nahmen mehr als 80 BesucherInnen an den 7 Workshops und Vorträgen teil, die thematisch ein weites Feld abdeckten: Von Gender-Sprachtheorien und studentischen Verbindungen über “das 68 der ArbeiterInnen” bis zur Kritik an Überwachung an der Uni und in der Gesellschaft.
Vom 15. bis zum 19.Juni wird der bundesweite Bildungsstreik stattfinden, an dem SchülerInnen und StudentInnen gemeinsam gegen das Bildungssystem protestieren werden. Am Mittwoch, den 17. Juni werden die SchülerInnen streiken und ab 10.00 Uhr gemeinsam mit den Studis auf die Straße gehen. Der Auftaktort in Münster ist der Prinzipalmarkt. Wir rufen dazu auf, sich an der Demonstration zu beteiligen. Außerem wird es am Dienstag, den 16. Juni ab 14.00 Uhr ein alternatives Bildungsprogramm in der Baracke geben. Geplant sind Workshops zur ArbeiterInnengeschichte von 1968, über studentische Verbindungen und Überwachung an der Uni.
Es folgt der gemeinsame Aufruf linker Gruppen aus Münster:
Das schöne Leben erkämpfen!
Studiengebühren, Bachelor, Eliteuni,… ich krieg die Krise!
Zunehmender Leistungsdruck, Unterbindung von tiefer gehenden, kritischen Denkens und verstärkte Auslese nach sozialer Herkunft - das sind die Hauptmerkmale der jüngsten Entwicklungen im Bildungswesen. Die Umstellung auf Bachelor-Studiengänge und die Lohnarbeit zur Finanzierung der Studiengebühren lassen unterm Strich kaum Zeit für die schönen Dinge im Leben. Auch in der Welt jenseits von Campus und Karriere findet nicht erst seit der Agenda 2010 und Hartz 4 eine ständige Verschlechterung statt: Immer mehr Arbeitszwang, bei immer weniger freien Stellen. Die Angst vor Abstieg und Sanktionen, erhöhter Konkurrenzdruck, längere Arbeitszeiten entsprechen dem Zeitgeist. Continue reading ‘Bildungsstreik in Münster’
Antifaschistische Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)
Die Antifa Union Dortmund ruft zu einer Demo auf. Anlass ist nicht nur die Nazigewalt am 1. Mai und die aktive Nazi-Szene, sondern auch ein aktueller Fall:
Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll. Continue reading ‘Demo in Dortmund’
Eine Buchbesprechung mit Anja Flach
Die ArbeiterInnenpartei Kurdistans PKK wird in Europa sehr kontrovers diskutiert. Wenig Beachtung fand bisher dagegen die kurdische Frauenarmee, die Mitte der 90er Jahre gegründet wurde. Tausende Frauen schlossen sich in der Folge der Aufstände und der Repression durch den türkischen Staat den Guerillakräften an. Zunehmend setzte sich die kurdische Bewegung mit der Geschlechterfrage auseinander. Aus der Sicht der feministischen Ethnologie untersucht Anja Flach vor allem die Motivation und Identität der Kämpferinnen sowie die Geschlechterrollen und Gender-Beziehungen innerhalb der kurdischen Guerilla und deren Auswirkungen auf die Situation der Frauen in der traditionell geprägten kurdischen Gesellschaft.
Anja Flach war mehr als zwei Jahre - von 1995 bis 1997 – als Internationalistin in den Bergen Kurdistans und hat dort das Leben der Guerillaeinheiten der kurdischen Befreiungsbewegung kennen gelernt und geteilt.
Freitag, 5. Juni 2009 // 19 Uhr // Don Quijote // Scharnhorststr. 57 // Münster
presented by: Antifaschistische Linke Münster
„Deutschland hat kapituliert!“ titelte die in Frankreich erscheinende Tageszeitung Le Monde am 8. Mai 1945. Der faschistische Aggressor war endlich besiegt und die Freude sowie Erleichterung ist nicht nur bei den meisten Menschen in den von Nazideutschland besetzten Ländern riesengroß gewesen. Nach 12 Jahren, in denen die Nazis in Deutschland an der Macht waren und nach sechs viel zu langen Kriegsjahren lag Europa im Frühjahr 1945 in Schutt und Asche. Schätzungsweise 55 Millionen Menschen haben im Zuge des deutschen Vernichtungskrieges ihr Leben verloren. Continue reading ‘Redebeitrag zum 8.Mai 2009′
Zur jährlichen Gedenkkundgebung am „Tag der Befreiung“ versammelten sich am Freitag Abend über 80 Personen am Gedenkort „Zwinger“ an der Promenade. Die RednerInnen der Antifaschistischen Linken Münster und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes /Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA) erinnerten in ihrem gemeinsamen Beitrag an die Nazi-Verbrechen, die auch in Münster stattfanden. Von der Zerschlagung der Gewerkschaften über die Bücherverbrennung bis zur Deportation der jüdischen Münsteraner wurde ein weiter Bogen gespannt. Der „Zwinger“ selbst war in der NS-Zeit ein Gestapo-Gefängnis, in dem auch Folter und Hinrichtungen stattfanden. Auch heute gelte es wieder, sich der Gefahr von Rechts gemeinsam in den Weg zu stellen. (Der Wortlaut der Rede wird in den nächsten Tagen online gestellt)
Als nächstes folgte ein Redebeitrag der Gruppe Forward [M]. Ein sowjetischer Veteran rief in einem kurzen Grußwort die Teilnehmenden zum „Kampf gegen den neuen Faschismus“ auf. Im Anschluss an eine Gedenkminute wurden einige Kränze und Blumen am Gedenkstein niedergelegt. Die beiden literarischen Beiträge mussten leider aufgrund des schlechten Wetters ausfallen. Im strömenden Regen sangen die TeilnehmerInnen zum Abschluss gemeinsam das „Moorsoldatenlied“. Continue reading ‘Bericht über den 8. Mai 2009 in Münster’
Am 29. Mai 2009 will die Bundeswehr in Rheine anlässlich des 50jährigen Garnisonsjubiläums eine große öffentliche RekrutInnenvereidigung durchführen. Dort sollen nicht nur die “Heeresflieger” aus der Emsstadt, sondern auch “Sanitäter” aus Ahlen und “Logistiker” aus Unna ihren Eid schwören. Während die Bundeswehr weltweit in Kriegseinsätzen ist, um “deutsche Interessen” auch gewalttätig durchzusetzen, soll die “Heimatfront” mit allerlei PR-Veranstaltungen und Gelöbnissen im Fackelschein bei Stange gehalten und an das “Militärische” gewöhnt werden. Gegen dieses militaristische und nationalistische Spektakel regt sich Widerstand. Um 17.00 Uhr soll ab Bahnhof Rheine eine Gegen-Demonstration stattfinden. Mehr Infos gibt es HIER und HIER.
Das Bundesverfassungsgericht hat die Verbotsverfügung des Naziaufmarsches in Hannover bestätigt. Damit ist der zentrale Aufmarsch der “Freien Kameradschaften” am 1. Mai gerichtlich untersagt. Ersatzveranstaltungen können in Siegen oder in Berlin stattfinden.
Der Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise ab Münster (6:30 Uhr / Hbf Münster) findet deshalb nicht statt. Ein gemeinsame Mobilisierung und Anfahrt ab Münster gibt es nicht mehr.
Mehr Infos: www.mai-hannover.de.vu
Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise: 6:30 Uhr /Hbf Münster
“Den Naziaufmarsch zum Desaster machen” - Diese klare Zielvorgabe setzen die ReferentInnen der Antifa Aktion Hannover während der gut besuchten Mobilisierungsveranstaltung am 18. April zum geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Auch wenn die Nazidemo vom Verwaltungsgericht Hannover derzeit verboten ist, wird davon ausgegangen, dass die Verbotsverfügung noch gekippt wird, so dass mit über 1.000 Neonazis aus dem Spektrum der “freien” Kameradschaften, “Autonomen Nationalisten” etc. zu rechnen ist. Continue reading ‘1. Mai Hannover: Naziaufmarsch zum Desaster machen!’