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Stop Sexism

Veröffentlicht am 7. Juni 2008

sidoSexismus ist in unserer heutigen Gesellschaft immer noch ein weit verbreitetes Phänomen. Dieser Text soll dazu beitragen, dass die Fußballeuropameisterschaft 2008 und ihr Partyotismus nicht auch noch darüber hinwegtäuschen kann. Zwar haben die verschiedenen feministischen Strömugen einen Teil dazu beigetragen, dass Frauen sich einigermaßen selbstbestimmt bewegen können, der Prozess der Emanzipation ist allerdings bei weitem noch nicht abgeschlossen. In den unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen stoßen Frauen immer wieder auf unüberbrückbar scheinende Mauern, die diese männerdominierte Gesellschaft für sie bereit hält.
Der kommerziellen Ghetto-Hip Hop besitzt hierin noch einmal eine Sonderstellung. Er bedient sich in verschiedenster Weise sexistische Klischees von Männlichkeit und Weiblichkeit, die er wenn auch nicht selbst erfunden, immer wieder zuspitzt und reproduziert. Die einzelnen Funktionen, die der Sexismus in der Hip Hop-Szene erfüllt, werden im Folgenden exemplarisch an dem Rapper Sido, der sich seiner in besonders ausgeprägter Version bedient, erläutert. Exemplarisch nicht nur für den Sexismus im Hip Hop, sondern für die gesamte patriarchalische Gesellschaft. Dabei geht es nicht darum Hip Hop in all seinen Ausprägungen zu diskreditieren. Ganz im Gegenteil, es gibt durchaus auch guten und sogar anti-sexistischen Hip Hop, der hier allerdings nicht Gegenstand sein soll. Daher die Bitte an alle wirklich guten und feministischen Hip Hop-Künstler, Nachsehen zu üben.
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Antisemitismus im Stadion

Veröffentlicht am 7. Juni 2008

StadionEin ganz normaler Samstag auf einem Bahnsteig im Bahnhof: In ausgelassener Stimmung und alkoholisiert besingen und begrölen Fußballfans den Spielausgang. Um sich selbst als die Größten darzustellen und die gegnerische Mannschaft möglichst schlecht zu machen, bedienen sie sich dabei häufig antisemitischer Sprechchöre, wie “Wir bauen eine U-Bahn von XY nach Auschwitz”.
Ist mensch selbst Fußballfan und schafft es ins Stadion, kann mensch sich schon mal in einer Menge Fans wiederfinden, die schreit: “Euch hat man vergessen zu vergasen”. Wird gar ein Länderspiel zwischen Deutschland und Polen besucht, können auch schonmal “Schindler-Juden wir grüßen euch” und “wir fahren nach Polen um Juden zu versohlen” Sprüche hörbar werden.

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Gute Laune und Deutschland?

Veröffentlicht am 7. Juni 2008

MIADie Bestrebung der Deutschen sich endlich wieder als normales Volk, das eine schwierige Vergangenheit hatte, sehen zu dürfen, scheinen nach der Fußball-WM 2006 schlussendlich erfolgreich gewesen zu sein.

Das unverkrampfte Spiel mit der Nation
Einen nicht unerheblichen Teil zu dieser Normalisierung hat sicherlich die national-popkulturelle Gegenreaktion der letzten Jahre beigetragen: War es bis in die 90er Schlagerkombos fast konkurrenzlos vorbehalten zu deuschtümeln und ihre doch so schöne Heimat zu besingen, so versuchte Pop größtenteils die Kategorie Nation zu unterlaufen. Dieses Selbstverständnis änderte sich spätestens mit dem Bekenntnis von MIA zur deutschen Nation mit ihrem Lied „Was es ist“ (Zitat: „.Fragt man mich jetzt, woher ich komme, tu’ ich mir nicht mehr selber Leid.“). Die hierauf folgende Forderung vieler deutscher Bands nach einer Radioquote für die deutsche Musik ist die Bitte an den deutschen Staat, sie doch bitte vor der „bösen amerikanischen Schund-Kultur“ zu schützen. Die amerikanische Popmusik wird hierbei als ein industriell produzierter Einheitsbrei betrachtet, der die deutsche, ach so innovative und individuelle Musik verdrängen würde. Lies den Rest »

Der ganz normale Deutsche

Veröffentlicht am 7. Juni 2008

lichtenhagenDieses Bild ist 1992 in Rostock-Lichtenhagen entstanden. Vielen der Leser_innen wird bei dem Namen vielleicht noch ein kalter Schauer den Rücken runterlaufen. Sie werden sich noch an die rassistischen Übergriffe, von denen Rostock-Lichtenhagen einer der grausamen Höhepunkte war, erinnern. Doch für alle, die noch zu jung waren um die Ereignisse aktiv mitzubekommen und für den Rest noch einmal zur Auffrischung der Erinnerungen ein paar Sätze zu den Ereignissen vom 22. bis zum 26. August 1992.
Mehrere hundert Rechte greifen eine Flüchtlingsunterkunft und ein von vietnamesischen Vertragsarbeiter_innen bewohntes Haus im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen an. Doch sie stehen dort nicht allein. Einige tausend “normale” Deutsche, versammeln sich ebenfalls auf der Wiese vor den Häusern und arbeiten an der Pogromstimmung kräftig mit. Die Polizei reagiert völlig falsch, nimmt Antifaschist_innen fest, die spontan eine Demo gegen den Pogrom organisieren und Bewohner_innen schützen wollen. Zeitweise ist die Polizei den Neonazis sogar zahlenmäßig unterlegen und zieht sich ganz aus dem Geschehen zurück. Die Situation eskaliert schließlich gänzlich, das Haus wird in Brand gesetzt und einige der Nazis stürmen es in der klaren Absicht Menschen zu töten - wie allein durch damals gerufene Parolen wie „Wir kriegen Euch alle, jetzt werdet Ihr geröstet“ deutlich wird. Die rund 100 Eingeschlossenen, darunter ein Kamerateam des ZDF, überleben nur durch Glück: sie können gerade noch rechtzeitig über das Dach in das Nachbargebäude flüchten.

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Zur EM 2008

Veröffentlicht am 4. Juni 2008

Wir haben uns vorgenommen, die EM 2008 ein kritisch zu begleiten und werden deshalb in Kürze hier Texte zu den Themen: Sexismus, Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Deutschtümmelei und die immer wieder kehrende Gewalt gegen Migrant_innen im Fußball und der restlichen Gesellschaft veröffentlichen.
bis dahin, bleibt sportlich

8. Mai: Aktionstag in Münster

Veröffentlicht am 4. Mai 2008

Als am 8. Mai 1945 der totale Krieg in der totalen Niederlage endete und der Traum vom Endsieg der Volksgemeinschaft über „Bolschewismus“ und „Weltjudentum“ mit der Sowjetfahne auf dem Reichstag sein Ende fand, war der Nationalsozialismus nach sechs langen Kriegsjahren endlich besiegt. Die Wehrmacht kapitulierte. Seitdem gilt der 8. Mai als Tag der Befreiung. Für uns ist der 8. Mai ein Tag des Gedenkens und der Aktion. Am 8. Mai wollen wir deutlich machen, dass wir auch weiterhin gegen die Neonazi-Banden, den gesellschaftlichen Rechtsruck und gegen alle Ideologien der Ungleichheit kämpfen werden. Aber auch, dass wir die Perspektive auf eine grundlegende gesellschaftliche Veränderung nicht aufgegeben haben.

Das Programm am 8.Mai:

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Die Grevener Straße in Münster- Geschichte(n) und Perspektiven des Widerstands!

Veröffentlicht am 19. April 2008

Ob autonomes Zentrum, alternatives Wohnprojekt oder Preisgünstiges Wohnen im Dreieck:
Verschiedene Referent_innen berichten über den vielfältigen Protest zum Erhalt der Grevener Straße in den letzten 30 Jahren.

Donnerstag, 24. April um 19:30
Frauenstraße 24 (Hinterraum)

Jugendzentrum “Scheune” verbietet Antifa Konzert der JAKST in Ibbenbüren

Veröffentlicht am 18. April 2008

Text von der Jugendantifa Steinfurt (JAKST)

still Loving Music – still Hating Fascism

Love Music – Hate Fascism hätte der Name eines Gourmet Konzerts sein sollen. Doch kann dies nicht in der geplanten Form vollzogen werden, da sich der Leiter des JKZ Scheune Ibbenbüren kurzfristig vor dem Konzert von den Veranstaltern distanziert hat.
Dies stieß neben Überraschung auf Unverständnis, doch auch ein Gespräch mit dem Leiter konnte diesen nicht umstimmen. Vier Monate Vorbereitungszeit waren so kurz vor dem Konzert zu nichte gemacht. Das Verbot fusst hierbei auf der Unterstellung, dass ein Rock gegen Rechts, das von der Jugendantifa organisiert wird, zwangsläufig in Auseinandersetzungen endet.

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GEMEINT SIND WIR ALLE! KRIMINALISIERUNG KRITISCHEN DENKENS UND HANDELNS DURCH §129 StGB

Veröffentlicht am 17. April 2008

Montag 21.04.2008, 19:30 Uhr, Die Brücke (Wilmergasse 2, gegenüber vom Schloss)
Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Ermittlungsverfahren gegen die ‘militante gruppe’. Mit Andrej Holm als einem der Beschuldigten und einem
Mitglied des Berliner Einstellungsbündnisses.
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Freiraumtag in Münster - Die Fahrradralley

Veröffentlicht am 17. April 2008

Transparent in der Scharnhorststrasse Am Samstag den 12.04. gab es anlässlich der internationalen Freiraumtage in Münster eine recht gut besuchte, sehr kreative Fahrradralley. Ziel war es politische Arbeit mit Spaß zu verbinden und mal wieder andere Aktionsformen zu wählen, als die alt bekannten (Demos, Kundgebungen etc.). Spaß gab es eine Menge, wobei aber der Inhalt und die Vermittlung nach außen nicht zu kurz kamen.
Abends fand noch die Preisverleihung statt, denn zu gewinnen gab es immerhin ein Strike Bike.

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