Stadt Nordwalde verspricht Opfern des Brandanschlags eine Wohnung

In der Nacht vom 12. auf den 13. November 2007 kam es in Nordwalde zu einem versuchten Mordanschlag auf die Flüchtlingsfamilie Shala. Nur durch Zufall kamen bei dem rassistisch motivierten Brandanschlag auf den Wohncontainer, in dem die Familie derzeit am Rande von Nordwalde lebt, keine Familienangehörigen körperlich zu Schaden.

Doch die Familie lebte und lebt seit diesem Anschlag ein Leben in Angst. Da der weitere Aufenthalt im Container für die Familie aufgrund der furchtbaren Ereignisse psychisch untragbar wurde und zum damaligen Zeitpunkt weder von den Behörden der Stadt Nordwalde noch von der Bevölkerung der Stadt ernstzunehmende Unterstützung für die betroffene Familie existierte, startete die Antifaschistische Aktion Münster im Dezember eine regionale Solidaritätskampagne. Hauptziel war, dem Wunsch der Eltern und der Kinder nach einer Wohnung im Zentrum der Stadt – in der relativen Sicherheit nachbarschaftlicher Zusammenhänge – Nachdruck zu verleihen.

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Solidarität mit der Familie Shala !

Rassistischer Brandanschlag in Nordwalde – Ende der Containerunterbringung jetzt !

In der Nacht von Montag, dem 12. zu Dienstag, dem 13. November kam es in Nordwalde, mitten im Münsterland, zu einem versuchten Mordanschlag auf die Familie Shala. Die Familie stammt aus dem Kosovo und lebt schon seit 18 Jahren in Deutschland. Sie wohnt in einer von der Stadt Nordwalde zugewiesenen Containerunterkunft ausserhalb des Zentrums von Nordwalde.

Bei dem Brandanschlag mit zwei Molotov-Cocktails konnte nur durch Zufall Schlimmeres verhindert werden: Der Vater konnte in dieser Nacht nicht schlafen, so dass er das Feuer sofort bemerkte. Deshalb konnten die Bewohnerinnen und Bewohner des Containers das Feuer rechtzeitig löschen. Es muss nicht näher beschrieben werden, was hätte passieren können, wenn alle geschlafen hätten.

Ein 22-jähriger junger Mann wurde noch in der Tatnacht festgenommen und hat die Tat inzwischen gestanden. Die Familie lebt trotzdem seitdem in ständiger Angst: Die Eltern und die sechs Kinder stehen unter Schock, niemand kann mehr schlafen, die Mutter ist wegen der Ereignisse in ärztlicher Behandlung. Gani Shala, der Familienvater: „Wer weiß, ob das nicht wieder passiert. Wenn die Flaschen durchs Fenster geflogen wären, wären wir jetzt vielleicht alle tot.“.
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