Kalenderblatt – August 2009
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Freiraum heißt auch Raum für Freizeit und körperlichen Ausgleich. Im Sommer 2007 sorgte der Stadtrat für die Schließung des Südbades. So nahm er vielen Menschen in einem dicht besiedelten Teil der Stadt die Möglichkeit, in kurzer Zeit ein Schwimmbad zu erreichen, sorgte dafür, dass es weniger Schwimmkurse in Münster gibt und weniger Schulkinder Schwimmen im Unterricht lernen.
Die CDU/FDP-Regierung ignorierte die Tatsache, dass das Südbad einen Freiraum für Tausende von BürgerInnen bot, und missachtete den großen Widerstand, der sich dem Schließungsvorhaben entgegen stellte. Fast 15.000 Unterschriften sammelte die Bürgerinitiative „Südbad muss bleiben“ für ein Bürgerbegehren gegen die Schließung; der Rat erklärte selbiges für unzulässig. Sogar der Vorschlag, das Bad ehrenamtlich und mit geringer finanzieller Beteiligung der Stadt weiterzuführen, wurde vom Rat niedergeschmettert. Verwunderlich bleibt, dass der Stadtrat kurze Zeit später eine 12 Millionen teure Musikhalle für finanzierbar hielt…

Du bist auf der Homepage der Emanzipatorische Aktion Münster - Lotta Antifascista gelandet. Wie aus dem Namen bereits hervorgeht, sind wir eine politisch arbeitende Gruppe mit dem Schwerpunkt Antifaschismus. Neben der Beobachtung der regionalen Naziszene und konkreten Aktionen gegen sie versuchen wir vor allem auch im Umland, also im kompletten Münsterland, antifaschistische Strukturen aufzubauen und den antifaschistischen Widerstand zu stärken. Denn wir wissen um unser Privileg, in einer größeren Stadt zu wohnen und möchten antifaschistische Arbeit auf dem Land mit seiner oftmals schlechteren Infrastruktur und den erschwerten Bedingungen zur politischen Arbeit fördern und unterstützen - unter anderem deswegen, weil Naziprobleme auch ganz schnell vom Land in die Stadt überschwappen können.
Neben Antifaschismus gibt es aber für uns noch andere Probleme und Themen, zu denen wir immer wieder kritisch arbeiten. So zum Beispiel zu religiösem Fundamentalismus, zu Fußball und (Party-)Nationalismus oder zu kapitalistischer Stadtumstrukturierung und für die Errichtung eines Sozialen Zentrums in Münster.
Unser Ziel ist klar: Ein menschenfreundliches Leben für alle fern von kapitalistischer Verwertungslogik, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und den vielen anderen -ismen.

